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Anleitung von Heikedine Körting

So machst du ein Hörspiel

Wenn du Lust hast, dir zu Hause mal ein Hörspiel auszudenken und es mit deinem Kassettenrecorder selbst aufzunehmen, dann solltest du folgende Tipps beachten:
1. Du denkst dir als erstes eine Geschichte aus, die für ein Hörspiel geeignet ist.

2. Du schreibt ein kleines Drehbuch, im dem der Text für einen Erzähler und die mitspielenden Figuren steht. Außerdem musst du auch all die Geräusche, die das Hörspiel erst so richtig lebendig machen, an der richtigen Stelle aufschreiben.

3. Du suchst dir geeignete Sprecher für deine ausgedachten Figuren. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass ihre Stimmen für die Rolle geeignet sind und sie in der Lage sind, deutlich und mit der richtigen Betonung zu sprechen. Du könntest auch wahlweise selber mehrere Rollen mit verstellten Stimmen sprechen.

4. Hier ein paar Tipps für die Geräusche aus der Trick-Kiste der Action-Queen:


Marschtritte: Einen Bogen Cellophanpapier rechts und links seitlich fassen und rhythmisch mit beiden Händen wie eine Zieharmonika gegeneinander bewegen.

Pferdehufe: Zwei Kokosnusshälften auf Sand schlagen und mit dem Rhythmus Schritt, Trab und Galopp imitieren.

Quietschende alte Türen:
Ein Stück Lederriemen beidseitig mit Kolophonium (wird zum Einstreichen der Geigensaiten benutzt) bestreichen und zwischen 2 Holzstücken hin- und herbewegen.

Schüsse:
Schlag auf einen leeren Pappkarton (Schuhkarton oder größer). Das sollte man am besten im Keller machen, wegen des Halls.

Regen:
Ein Holzbrett an den Enden auf gleich hohe Backsteinstapel auflegen. Mit der Gießkanne auf den Teil des Brettes gießen, der nicht aufliegt.

Wind: Eine Schnur, ca. 1 ½ m lang, an einem Ende beschweren und über dem Kopf wie ein Lasso schwingen. Vorsicht!

Brechendes Eis: Waffeln abbrechen. Am besten auf der Kante einer mitschwingenden Fläche.

Schritte:
Kasten mit Sand, Holz, Kacheln, Kies etc. und darin die Handflächen entsprechend bewegen. Schritte im Gras werden erzeugt, indem man Heu oder Stroh auf einen Haufen wirft und darauf hin- und hergeht.

Schreiben, Sprechen,...

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Und hier noch ein paar (mehr) Tipps:

Nimm die Szenen mit den Dialogen am besten dort auf, wo sie auch in der Geschichte spielen: Eine Aufnahme bei dir im Keller klingt, als ob sie im Schlossgewölbe spielt. Wenn du eine Straßenszene brauchst, stell dich mit dem Mikrofon auf den Bürgersteig. Die vielen Nebengeräusche, die man sonst gar nicht so wahrnimmt (wie S-Bahn, Bus, Autobremsen und Hupen) beleben dein Hörspiel so, dass es richtig professionell klingt.
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